Mehr Agilität durch Herstellerunabhängigkeit

Warum die herstellerneutrale FTS-Leitsteuerung die Produktivität so signifikant steigert.

Darin sind sich alle einig: Eine zeitgemäße Zusammenarbeit muss agilen Anforderungen genügen. Sie muss schnell und flexibel sein, Sonderwünsche berücksichtigen können und zugleich ein Höchstmaß an Effizienz und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Dabei sollte sie mindestens abteilungsübergreifend, aber auch standort- bis hin zu unternehmensübergreifend funktionieren. Egal, ob das die Zusammenarbeit in der Entwicklung, dem Vertrieb, dem Einkauf, der Produktion oder auch bei der FTS-Leitsteuerung betrifft, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Agilität bringt mehr Wertschöpfung

Diese Aussage gilt in vielerlei Hinsicht. Agilität fördert neue, kreative und innovative Lösungen durch den interdisziplinären Austausch und die dabei häufig genutzten Kollaborations-Software-Tools wie Slack, Trello & Co. Die Zeit zur Umsetzung neuer Lösungen und Produkte verkürzt sich vielfach, wenn Methoden wie Scrum, Sprints oder Googles-Wunderwaffe „OKR“ (Objective Key Results) zum Einsatz kommen. Das belegen mittlerweile auch diverse Studien. So trägt die agile Unternehmensführung nicht nur zur Dynamisierung des Unternehmens bei, sondern hat auch das Potenzial, die Wertschöpfung zu steigern.

Brennpunkt Automatisierung

Wer einen Blick in die Automatisierung der Produktion wirft, sieht, dass hier die fahrerlosen Transportsysteme (FTS) auf dem Vormarsch sind. In hohem Maße in der Intralogistik und zunehmend auch in der Produktionslogistik.

Um die Wertschöpfungspotenziale möglichst vollumfänglich zu heben, bietet es sich an, bei den fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) auf Diversifizierung zu setzen: Lastenträger, Arbeitstiere, Präzisionsspezialisten, Tempomacher und/ oder Sicherheitsspezialisten, um es einfach auszudrücken. Das ideale Instrument, um die ganze Flotte effizient zu koordinieren, ist eine herstellerneutrale FTS-Leitsteuerung für die fahrerlosen Transportfahrzeugen.

Spezialisierung erfordert viele Hersteller

Da sich jeder Hersteller meist auf ein Fahrzeugkonzept spezialisiert hat, braucht es viele Hersteller, um das Maximum an Automatisierung in Produktion und Logistik zu bewerkstelligen. 15 bis 25 Fahrzeuge von drei bis fünf Herstellern – und auch deutlich mehr – können also durchaus sinnvoll sein, um das Maximum an Produktivitätsfortschritt in einem einzelnen Unternehmen zu realisieren.

Und dann wird es kritisch. Denn wer soll diese Fahrzeuge der verschiedenen Hersteller koordinieren? Braucht man dann fünf oder mehr FTS-Leitsteuerungen nebeneinander? Wer gibt den Ton an?

Genau an diesem Punkt scheiterten bisher viele Bemühungen. Mit der VDA 5050 versucht man, eine Art freiwillige Selbstverpflichtung einzuführen, an die sich die FTF-Hersteller halten sollen, damit ihre Fahrzeuge ins System passen. Doch die Kreativität der Entwickler bei der Konstruktion einzuengen, gefällt nicht allen Herstellern. Darüber hinaus geht es auch um eine grundsätzliche Frage: muss sich das Fahrzeug der Leitsteuerung anpassen oder muss die Leitsteuerung das Fahrzeug integrieren können?

Was ist eine FTS-Leitsteuerung?

Die FTS-Leitsteuerung koordiniert die einzelnen fahrerlosen Transportfahrtzeuge (FTF) in den betrieblichen Ablauf. Sie besteht aus zwei Elementen: der programmierten Software und einer Hardware, die auf den Systemen im Unternehmen läuft. Die Koordination der Fahrzeuge folgt dabei den zu erledigenden Aufträgen unter besonderer Berücksichtigung der Ladungszustände der Fahrzeuge (Batteriemanagement) und der Umgebungsbedingungen wie Tore, Schranken, Lifte etc.

Warum eine FTS-Leitsteuerung?

Die FTS-Leitsteuerung koordiniert alle Fahrzeuge, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen. Sie stellt über ihr internes Monitoringsystem alle Daten und Informationen zur Verfügung, die für das Shopfloor-Management (SFM) benötigt werden. Dabei kann das System an das Warenwirtschaftssystem (ERP/ LVS/ BDE) angebunden werden. Die FTS-Leitsteuerung selbst lässt sich über ihr Bedienpanel durch Mitarbeiter vor Ort individuell steuern.

Wann ist eine FTS-Leitsteuerung sinnvoll?

Sobald ein Unternehmen seine Produktion automatisieren will und sich für den Einsatz fahrerloser Transportfahrzeuge (FTF) oder eines fahrerlosen Transportsystems (FTS) entscheidet, ist eine FTS-Leitsteuerung sinnvoll. Sie koordiniert, hilft zu steuern, informiert, optimiert und dokumentiert auf hohem Niveau und integriert, sofern sie herstellerunabhängig ist, auch die Fahrzeuge verschiedener FTF-Hersteller. Auf diese Weise trägt sie dazu bei, die Produktivität zu steigern.

Die limitierte Agilität aus Sicht der Unternehmen

Unabhängigkeit und höchste Flexibilität weltweit, an jedem ihrer Standorte. Diese Anforderung der großen Unternehmen an ihre Systeme und Tools beinhaltet den Wunsch die weltweit besten FTF, abgestimmt auf die jeweils herrschen Standortanforderungen einzukaufen und miteinander „laufen“ zu lassen, um dem Ziel der Smart Factory einen großen Schritt näher zu kommen. Doch die herstellerabhängige FTS-Leitsteuerung limitiert bislang dieses Ziel und schiebt einer größeren Agilität den Riegel vor.

Eine FTS-Leitsteuerung für alle

Da es für Hersteller schwierig ist, in die Produkte der „Marktbegleiter“ hineinzuschauen, tun sie sich selbst schwer, eine integrierende FTS-Leitsteuerung zu bauen. – Das kann ein neutraler Spezialist wie Krayers eindeutig besser.

Mit der Krayers FTS-Leitsteuerung ist dieser Durchbruch geschafft. Mit ihr gelingt die Integration verschiedener Fahrzeuge (FTF) und Fahrzeugsysteme (FTS) und damit das signifikante Ausschöpfen der Automatisierungspotentiale in der Produktion in einem Maße, wie es bisher nicht möglich war. Denn nun können die Unternehmen die FTFs und Hersteller auswählen, die für ihre Bedürfnisse am besten geeignet sind. Die Krayers FTS-Leitsteuerung integriert und koordiniert sie alle.

Wie ist das jetzt so plötzlich möglich? Die Krayers FTS-Leitsteuerung ist im Lauf der letzten Jahre gereift. Sie konnte dabei immer mehr Fahrzeuge und deren Systeme kennenlernen und integrieren und läuft seit mehreren Jahren bei ca. 20 OEMs reibungslos. Sie weiß daher auch, worin der rote Faden besteht, um neue Fahrzeuge und Fahrzeugsysteme zeitnah zu integrieren. 

Der Wunsch wird Realität

Seit über 30 Jahren gibt es das Bedürfnis und den Wunsch nach Standardisierung der Fahrzeuge. Die VDA 5050 ist ein Baustein auf dem Weg zu mehr Integrationsfähigkeit. Mit der Krayers FTS-Leitsteuerung wird dieser Wunsch nun Realität.

Renditeoptimierend

Da die Krayers FTS-Leitsteuerung vorkonfiguriert und damit auch standardisierbar ist, rechnet sich die Investition in ein FTS-System noch schneller. Geringere Anschaffungskosten und schnellere Inbetriebnahme bei höchster Zuverlässigkeit machen dieses System in hohem Maße zum renditeoptimierenden System. 

Christian Kalkbrenner

Christian Kalkbrenner

Christian Kalkbrenner ist neben Werner Krayer geschäftsführender Gesellschafter der Krayers AGV System GmbH.

Er bringt über 30 Jahre Erfahrung aus dem Mittelstand in der DACH-Region mit. Als CFO konzentriert er sich auf das Business Development und die betriebswirtschaftlichen Themen. Sein besonderes Anliegen ist es, fachliche Themen möglichst anschaulich und interessant rüber zu bringen.

Kurzum: er sorgt dafür, dass das Unternehmen in Bewegung bleibt.

So bleiben wir in Kontakt:

Hintergrundwissen: Über Agilität in der Produktion

Agilität ist dem Zeitgeist geschuldet, wie Lean Management, Total Quality Management, die fraktale Organisation oder Kaizen. Doch all diese Wellen haben immer den gleichen Vorteil: sie hinterfragen Bestehendes, weichen Strukturen auf und bringen zahlreiche neue wertschöpfende Verbesserungen. Sicher nicht immer, doch in der Mehrzahl der Fälle. Vor allem bei den Unternehmen, die diese Themen auch systematisch angehen und konsequent umsetzen.

Meistens beginnen diese Wellen bei den ganz großen Unternehmen, in Deutschland vorzugsweise in der Automobilindustrie, sobald sie ein interessantes, neues Thema für sich entdeckt haben. Die nächste Welle erreicht dann deren wichtigste Lieferanten, die „First Tier“ und dann setzt sich die Welle über die weiteren Zulieferer hinweg, bis sie nach ein paar Jahren auch bei allen anderen größeren und kleineren Unternehmen des Mittelstandes angekommen ist.

Parallel beginnen die großen Unternehmen anderer Branchen zeitlich in etwa mit den „First Tier“.
Und ein Feld, das seit jeher immer mit der Optimierung der Prozesse einhergeht, ist die Produktion. Agilität spiegelt sich dort in Zukunftsvisionen wie „Smart“ und „Dark Factory“ wider, wie sie durch KI und „IoT“ möglich werden sollen: eine Produktion, die möglichst autark, automatisiert und autonom abläuft – vollständig agil also. Davon verspricht man sich, durch eine höhere Wertschöpfung, weitere Renditesprünge. Den fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) und den Autonom Mobile Roboter (AMR) kommt in Produktion und Logistik hierbei eine ganz besondere Bedeutung zu, denn sie stellen den Takt der Produktion auf eine neue Ebene: schneller, zuverlässiger, kostengünstiger.